bagger

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Bergbau

Um das Jahr 1780 wurde in der Weststeiermark mit dem Abbau von Braunkohle begonnen. Das „braune Gold“ wurde vorerst hauptsächlich zur Alaunerzeugung verwendet. Federführend im Kohleabbau war über Jahrzehnte die GKB. Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück in die Pionierzeit des weststeirischen Kohlenbergbaus: Im Jahre 1856 wurde durch den Zusammenschluss von sieben kleineren Bergbauunternehmen die „Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft“ gegründet, deren Ziel es war, die wertvolle weststeirische Braunkohle über ein weites Verkehrsgebiet zu vertreiben. Daher gehörte zu dieser Gesellschaft, an die noch die Bezeichnung „GKB“ im jetzigen Firmennamen erinnert, lange Zeit eine Eisenbahn.

 

Kohlengewinnung

Über lange Zeit spielte im weststeirischen Revier der Untertageabbau eine wichtige Rolle: Weit unter der Erde wurde mit großem körperlichen und technischen Einsatz nach dem „Braunen Gold“ geschürft. Dennoch wurde diese Gewinnungsmethode mit der Zeit unrentabel: Die letzten Grubenbetriebe des Reviers, Zangtal und Karlschacht, mussten Ende der 1980er Jahre geschlossen werden.
Danach erfolgte die Kohlengewinnung ausschließlich im Tagbauverfahren. Zu diesem Zweck stand ein beeindruckender Maschinenpark im Einsatz. Im Jahr 2005 wurden die letzten Kohlelieferungen an Industriekunden geliefert.  2006 wurde die letzte weststeirische Braunkohle im Dampfkraftwerk Voitsberg III verstromt.
Das weststeirische Braunkohlenrevier hatte in der gesamtösterreichischen Kohlenproduktion und für die Wirtschaft unseres Landes über lange Zeit eine herausragende Bedeutung. So wurden hier im Jahre 1955 – in der großen Blütezeit des Bergbaus – insgesamt etwa drei Millionen Tonnen gewonnen, das waren fast 50 Prozent der gesamtösterreichischen Produktion.

 

Der von 1986 bis 2004 im Einsatz gewesene Schaufelradbagger „VA-B700“

Schaufelradbagger

Der von 1986 bis 2004 im Einsatz gewesene Schaufelradbagger „VA-B700“, wurde 1986 von der Voest-Alpine gekauft. Der Bagger war im Bereich Oberdorf - Muttlkogel zur Gewinnung von über 31 Mio. t Braunkohle eingesetzt. Dieser auf den Namen „Leopold“ getaufte Bagger trat am 14. April 2004 seine letzte Fahrt an und kann nun mit einem dazugehörigen Bandwagen auf dem ehemaligen Werksplatz der Grube Zangtal besichtigt werden.